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Sie ist die vielleicht komfortabelste industriell hergestellte Textilie der Welt: die DEDON Faser. Zu ihren bemerkenswerten Eigenschaften gehört, dass sie wetterfest, beständig und umweltfreundlich ist, gut aussieht und sich noch besser anfühlt. Sie ist so biegsam, dass die weltweit besten Flechter sie zu kunstvollen Mustern verarbeiten können. Und sie hat im Bereich der Outdoor-Möbel ganz neue Möglichkeiten eröffnet – Möglichkeiten, die wir Saison um Saison, zusammen mit den bekanntesten Möbeldesignern der Welt, noch erweitern. Bobby Dekeyser entwickelt die Formel für die DEDON Faser im Jahr 1990, gleich nach seinem Abschied vom Profisport. Auf den ersten Blick scheint es ungewöhnlich, dass ein Spitzentorwart sich plötzlich in einer Plastikfabrik herumtreibt und das Geheimrezept für den Grundstoff der ersten und besten Kunstharzfaser der Welt ersinnt. Doch das seltsame Szenario hat seine Hintergründe: Bobbys Familie ist bereits seit zwei Generationen in der Kunststoffextrusion tätig – seit damals, als Bobbys Opa Heinrich Hummer seinen Anteil an einem Wiener Kaufhaus losschlägt und das Geld in eine Kunststofffabrik bei Worms am westlichen Rheinufer investiert.
Viele Jahre lang wohnen die Dekeysers im zweiten Stock der Fabrik. Im Erdgeschoss entwickelt Bobbys Großvater die biegsamen und zugleich reißfesten Plastikhaltegriffe, die man heute noch an Waschpulvereimern findet, und hat damit großen Erfolg. Bobby verdient sich mit dem Stapeln von Plastikmessbechern ein kleines Taschengeld, macht also schon früh erste Erfahrungen in der Branche. Seinem Onkel Seppi, einem Ingenieur und Spezialisten für Kunststoffextrusion, liegt das Geschäft ohnehin im Blut. Er ist es, der während der 80er Jahre die Kunstharztextilie erfindet, auf der später Bobbys Formel für die DEDON Faser basieren sollte. Seppi Hummer hat im Auftrag einer Blindenschule aus Lothringen an der Textilfaser zu tüfteln begonnen. Die Schüler dort lernten Weidenkörbe zu flechten, kamen aber mit den starren Weidenruten nur schwer zurecht. Onkel Seppis Material ist dagegen viel biegsamer. Obwohl die Erfindung kein großer Erfolg ist, erkennt Bobby damals schon ihr Potential. Was wäre, wenn man aus einer solchen Faser eine ganz neue Art Gartenmöbel schaffen könnte – robust, aber gleichzeitig so elegant und bequem, dass sie jeden Garten in ein Outdoor-Zimmer verwandeln? Als Bobby 1990 mit dem Profisport abgeschlossen hat, greift er die Idee wieder auf. Onkel Seppis technisches Geschick trägt entscheidend dazu bei, dass er seine Vision von der ausgeklügelten Synthetiktextilie, die problemlos als Naturfaser durchgeht, verwirklichen kann. Und so entsteht die DEDON Faser. Das Fundament der DEDON Formel ist der verbreitetste und vielseitigste Kunststoff der Welt: Polyethylen. Dieses ungiftige, vollständig wiederverwertbare und ökologisch korrekte (weil ozonfreundliche und sauber wie Kerzenwachs brennende) Material hat seit den 80er Jahren trotz seiner vielen Vorteile leider einen schlechten Ruf. Der Grund dafür ist, dass aus Plastik auch sehr viel billige Wegwerf-Massenware hergestellt wird. Dank der DEDON Faser und anderer innovativer Kunststoffprodukte werden Materialien wie Polyethylen heute jedoch wieder öfter eingesetzt. Preisgekrönte Designermöbel, geflochten aus Kunstharz auf Polyethylen-Basis und ebenso attraktiv wie langlebig – damit hat DEDON ein Material, das nur für Wegwerfprodukte gut schien, für bleibende Werte entdeckt. Wie bei DEDON üblich, wird auch die Faser komplett im eigenen Haus hergestellt. Sechs vollautomatische, computergesteuerte Extruder in unserer hypermodernen Lüneburger Produktionsstätte stoßen Stunde für Stunde durchschnittlich 180 Kilo des wertvollen Materials aus. Auf ein Jahr gerechnet, sind das 1.100 Tonnen oder beinahe 120.000 Kilometer Faser. Würde man sie am Äquator auslegen, könnte man damit dreimal die Erde umrunden – aber wir verwenden sie doch lieber für die formschönsten, langlebigsten und hochkarätigsten Outdoor-Möbel, die es zwischen Pol und Äquator gibt. Die Grundstoffe für die Faser werden bei uns zuerst zu winzigen Granulatkörnern in verschiedenen Farben gepresst. In der Werkshalle werden diese Kügelchen aus Glasbehältern in die Extruderkessel geschüttet und dort auf genau 190 Grad erhitzt. Sobald das Granulat geschmolzen ist, wird es mit einer speziellen Kombination aus Inhaltsstoffen vermischt, die der DEDON Faser ihre besonderen Eigenschaften verleihen – zum Beispiel die prächtigen, lichtbeständigen Farben, für die unsere Möbel so berühmt sind. „Manchmal mischen wir bis zu fünf Farben hinein, um einen bestimmten Effekt zu erzielen“, sagt Bobby. „Das kann der silberne Schimmer von altem Teakholz sein, aber auch das leuchtende Grün eines Palmwedels oder changierende Metalleffekte.“ Ein Stampfer presst die gummiartige Verbundmasse dann durch eine schmale Düse. Das Resultat ist – je nach Einstellung – eine Faser, die fast so aussieht wie Weide, Rattan oder Schilfrohr aus der Natur. Die verschiedenen Extrusionstechniken ermöglichen hier unvergleichliche Farb- und Oberflächeneffekte. Sobald das schier endlose Faserband den Extruder verlassen hat, wird es in einem Wasserbad abgekühlt, in einem Luftstrahl getrocknet und über ein Fließband zur nächsten Station befördert, wo es auf eine große Spule gewickelt wird. Erst wenn diese Spule mit 47 Kilo Faser die Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit erreicht hat, hält die Maschine an, und ein Techniker greift ein, indem er das Faserband durchschneidet und auf eine neue Spule wickelt. Nun werden die Daten der Spule aufgezeichnet, und ein Stück Faser kommt zur Überprüfung ins Qualitätslabor. Diese Proben werden einer ganzen Testreihe unterzogen, von der Widerstandsfähigkeit gegen schlechtes Wetter und jahrelange intensive Sonnenstrahlung (die im Labor mit speziellen Leuchtstofflampen simuliert wird) über ihre Reißfestigkeit bis hin zur Anfälligkeit für Rotwein- und Sonnencremeflecken. Die Festigkeit der Faser wird ebenso geprüft wie ihre Farb- und Oberflächenqualität. Es kommt äußerst selten vor, dass eine Faserprobe nicht allen Anforderungen genügt – und wenn das passiert, dann wird gleich die ganze Spule ausgemustert. Um zu zeigen, wie umweltverträglich die Faser und ihre Herstellung sind, lässt Bobby einen Fischteich mit dem Wasser aus den Kühlbädern füllen. Einer unserer Hauswarte legt ein kleines Biotop an, in dem heute Karpfen, Wassermolche und Seerosen gedeihen. Im Sommer schwirren nicht nur Libellen um den Teich, sondern auch die DEDON Mitarbeiter, die an seinem Ufer Geburtstage und Grillfeste feiern. Das Wasser ist völlig frei von Kunststoffen – und beweist, dass die DEDON Faser weder Rückstände noch giftige Materialien hinterlässt. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass gewisse Teammitglieder Fische aus dem Teich gegessen haben … aber lassen wir das. 20 Jahre DEDON – das ist eine gewaltige Erfolgsgeschichte. Da verwundert es kaum, dass andere versucht haben, unsere Faser zu imitieren oder gar das Rezept dafür von uns abzukupfern. Doch keiner erreicht auch nur annähernd ihre Qualität, Festigkeit und Attraktivität; schließlich gibt es auch keinen anderen Hersteller von Outdoor-Möbeln, der seine Fasern komplett im eigenen Haus herstellt oder ein eigenes Labor hat, in dem die Qualität jeder einzelnen Spule kontrolliert wird. Wir sind die Einzigen mit einem Forschungsteam, das ständig an der Verbesserung der Faser arbeitet. Wir überwachen streng jeden Schritt der Produktionskette unserer Faser und entwickeln die Technik für ihre Herstellung ständig weiter. Stammt die Faser von DEDON, dann ist sie die beste. Mit Abstand.